Berufungspraxis aktuell

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Der Erfolg einer Berufungs- und Bleibeverhandlung hängt primär von der eigenen Verhandlungsposition und dem Gewinnungsinteresse der Hochschule ab. Deshalb ist es notwendig, die jeweilige Verhandlungsposition zu optimieren und das vorhandene Gewinnungsinteresse der Hochschule im Laufe des Verhandlungsprozesses zu steigern. Des Weiteren gilt es, als Rufinhaber/in Mechanismen zu beherrschen, die einen vertrauensbildenden, synergetischen und auch irritationsfreien Verhandlungsprozess befördern. Hierzu gehört es auch, einen ambitionierten, aber nie unrealistischen "Besoldungsanker" für die W-Besoldung in den jeweils unterschiedlichen Fallkonstellationen setzen und begründen zu können.

Der Deutsche Hochschulverband hat in den letzten Jahren immer wieder Berufungsstandards empirisch erhoben und analysiert (Hubert Detmer: Berufungspraxis Deutschland, Berufungskultur vor Ort) und darüber hinaus Instrumente und Argumentationsführungen entwickelt, die es Rufinhaberinnen und Rufinhabern ermöglichen, in komplexen oder sogar suboptimalen Verhandlungskonstellationen Win-Win-Situationen aufzuzeigen.

Das strategisch orientierte und empirisch fundierte Seminar liefert den Teilnehmenden in konzentrierter Form die nötigen Informationen und Orientierungen, wie Verhandlungsziele perfekt kommuniziert werden und konkrete Verhandlungserfolge in Berufungs- und Bleibeverhandlungen zu erzielen sind (bei Erst- und Mehrfachberufungen bzw. Bleibeverhandlungen). Als Teil des Seminars stehen die Referenten in homogen zusammengesetzten Kleingruppen auch zur Klärung von Einzelfallfragen zur Verfügung.

Themen

 Die Vorbereitung von Berufungs- und Bleibeverhandlungen

  • Anbahnungsphase:
    Ruferteilung und Dankesschreiben, "Graue" Verhandlungen, Informelle Vorgespräche mit Dekan und Kollegen, lokale Gegebenheiten
  • Konzeptionspapier und Besoldungsschreiben:
    Form, Aufbau, Adressatenkreis, Intro, Forschungs- und Lehrkonzept, Ausstattungswünsche, Alleinstellungsmerkmale, "Besoldungsanker"

Verhandlungs-Checklisten (Was muss, sollte und könnte ich verhandeln) 

  • Ausstattung/Arbeitsbedingungen
    Investitionsmittel, wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter, Räume, Infrastruktur, Reisekosten
  • Dienstrecht
    Beamten- oder Angestelltenverhältnis, Dienstantritt, Lehrdeputat, Altersversorgung, Nebentätigkeiten, Beihilfe, Forschungssemester, Umzugskosten- und Trennungsgeld, Bezeichnung der Professur
  • Besoldung
    strategische Argumente und kommunikative Instrumente für den ambitionierten "Besoldungsanker", Zielvereinbarungen,
    Forschungszulagen und besondere Leistungsbezüge, "flexible response", Erfahrungswerte, Besoldungsstandards und Besoldungserfolge

Durchführung und Abschluss der Berufungs- und Bleibeverhandlungen

  • Zentraler Verhandlungstermin:
    Teilnehmerkreis, Ablauf, Verhandlungspsychologie, typische Fragen
  • Schriftliches Angebote
    Kongruenz mündlicher Verhandlungen, Abgrenzung rechtsverbindlicher Zusagen von bloßen Bemühenszusagen, lokale Gegebenheiten
  • Nachverhandlungen
    Form, Fristen. Adressatenkreis, neue Entwicklungen, verhandlungspsycholgische Pyramide, keine "Salami-Taktik"
  • Ernennung
    Berunfungsvereinbarung, Führungzeugnis, Amtsärztliche Prognose, Alternative Angestelltenvertrag, Aushändigung Ernennungsurkunde
  • Dienstbeginn
    Verhandlungsgegenstand, Titelführungsbefugnis

Referenten

RA Dr. Martin Hellfeier, Justitiar für Hochschul- und Beamtenrecht im Deutschen Hochschulverband
RA Dr. Sven Hendricks, Justitiar für Hochschul- und Beamtenrecht im Deutschen Hochschulverband<

Hinweise

Enthalten in der Teilnahmegebühr sind Seminarunterlagen, Mittagsimbiss und Tagungsgetränke.

Falls Teilnahmegebühren nicht von der Hochschule übernommen werden, können Sie diese ggf. selbst als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich absetzen.


Höchstteilnehmer/innen-Zahl: 25

Weitere Informationen finden Sie in unseren FAQ.

Evaluation 2019/2020

1,3

 

Seminarfeedback

"Ausgesprochen kompetente Referenten, sehr zuvorkommend!"

Kleingruppenarbeit 

Beantwortung von Einzelfallfragen in Konstellations- (Erstruf, Mehrfachruf) und fachspezifischen Kleingruppen (Geistes- und Sozialwissenschaften / Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fächer)


Programm zur Veranstaltung (pdf)


Themenbezogene DHV-Angebote

Coaching: Der Deutsche Hochschulverband berät seine Mitglieder in allen beruflichen Angelegenheiten sowohl in rechtlicher als auch in strategischer Hinsicht. Häufig bereitet er die Beratung wichtiger Karriereschritte vor. Der DHV ist in Deutschland gegenwärtig in zwei von drei Berufungs- und Bleibeverhandlung beratend oder als Coach involviert.
Weitere Informationen
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